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2026.09

Resolution - Europäische Industrie- und Handelskammern fordern starke Wasserstraßen

Europäische Industrie- und Handelskammern fordern starke Wasserstraßen

Luxemburg, 29 September 2029 - Die Union Europäischer Industrie- und Handelskammern für Verkehrs- und Mobilitätsfragen (UECC) fordert einen stärkeren europäischen Fokus auf die Binnenwasserstraßen. Mit der in Aarau verabschiedeten Resolution „Starke Wasserstraßen für ein starkes Europa“ legt sie zehn konkrete Forderungen für leistungsfähigere Infrastruktur, verlässlichere Transportbedingungen und widerstandsfähigere Lieferketten vor.

Rund 41.000 Kilometer Binnenwasserstraßen durchziehen die EU-Mitgliedstaaten. Auf ihnen werden jährlich etwa 118 Milliarden Tonnenkilometer Güterverkehr erbracht. Rhein, Main, Mo-sel, Donau und das europäische Kanalnetz verbinden Industriezentren, Häfen und Märkte über nationale Grenzen hinweg.

Die UECC fordert unter anderem, Engpässe schneller zu beseitigen und bereits beschlossene Infrastrukturprojekte mit gesicherter Finanzierung, ausreichenden Planungskapazitäten und verbindlichen Zeitplänen umzusetzen. Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen be-schleunigt und stärker digitalisiert werden. Die Resolution nennt konkrete Projekte an Rhein, Main und Donau in mehreren europäischen Staaten.

Davor Sertic, Präsident der UECC: „Europa muss auf seinen Wasserstraßen schneller ins Bauen kommen. Beschlossene Projekte brauchen feste Zeitpläne und gesicherte Finanzie-rung. Bauarbeiten dürfen die Schifffahrt möglichst nicht vollständig unterbrechen, Häfen brau-chen ausreichend Lager- und Umschlagkapazitäten und die Flotte muss besser auf niedrige Wasserstände vorbereitet werden. Das gilt für den Rhein genauso wie für die Donau.“

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Widerstandsfähigkeit des gesamten Verkehrssystems. Bei Engpässen auf Rhein, Donau oder anderen europäischen Wasserstraßen müssen Bahn, Straße und Häfen als Ausweichmöglichkeiten besser vorbereitet sein. Die UECC fordert des-halb zusätzliche Güterzugverbindungen auf geeigneten Strecken, eine bessere Abstimmung großer Baustellen und zusätzliche Lager- und Umschlagkapazitäten in Binnenhäfen.

Auch während Bau- und Unterhaltungsarbeiten sollen Wasserstraßen möglichst durchgehend befahrbar bleiben. Wo Vollsperrungen unvermeidbar sind, sollen frühzeitig verlässliche Durch-fahrtsfenster eingerichtet werden. Gleichzeitig sollen Investitionen in Schiffe stärker gefördert werden, die auch bei niedrigen Wasserständen leistungsfähig bleiben.

Zudem sollen Informationen über Wasserstände und verfügbare Fahrrinnen europaweit besser vergleichbar werden. Ziel sind einheitlich verständliche Informationen, die Unternehmen ent-lang eines gesamten Transportkorridors für ihre Planung nutzen können.

Auch bei Sicherheitsvorgaben spricht sich die UECC für einen praxisnahen Ansatz aus. Hohe Sicherheitsstandards seien unverzichtbar, müssten aber risikobasiert und verhältnismäßig bleiben. Pauschale zusätzliche Vorgaben dürften den Hafen- und Schifffahrtsbetrieb nicht un-nötig erschweren.

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